Theater Basel | nachtkritik.de
18. Dezember 2022. Licht an im kahlen Raum mit dem blauen Spannteppich. Nackte Betonwände, Gestänge hängt an der Rückwand, als wäre es ein Lager einer Turnhalle. Es treten auf: Acht Lehrpersonen, verhuscht, zuvorkommend, übereifrig. In flieder, lila, beige, blau, grau gekleidet, Pullunder, Pullover, Bluse. Der Oberlehrer begrüßt das Publikum in der Schulaula, er sei der Fabio, "wir bleiben heute beim Du". Veronica schwäbelt, sie hat "Äschtle" mitgebracht, die sie im Publikum verteilt, um später den Wald spielen zu können. Cordula informiert auf Schulhochdeutsch mit Schweizer Färbung, nachher, wenn man zum Mitmachen aufgefordert werde, solle man sich reinwerfen mit Körper und Stimme, "das macht Spaß". Geschichtslehrer Dominik hofiert als Regisseur dem Sportlehrer Patrick, der jede Rolle auch noch spielen will. Und wir sind mittendrin in der peinlich-grandiosen Lehreraufführung, die zum Laientheater der Superlative wird.